„Dankbar bin ich für so viele Menschen, die mir in diesen Jahren vertraut geworden sind“, so Kaplan Jakob. Gemeinsam habe man „geglaubt, gehofft und auf Gott vertraut“. Die vergangenen drei Jahre seien vor allem von zahlreichen Begegnungen geprägt gewesen, die auch für ihn persönlich wertvoll geworden sind.
In seiner Predigt richtete er den Blick auf das Gleichnis Jesu vom Weinbergbesitzer, der zu unterschiedlichen Tageszeiten hinausgeht, um Menschen zur Mitarbeit in seinem Weinberg einzuladen. Am frühen Morgen, um neun, um zwölf, um drei und sogar noch kurz vor Feierabend macht er sich auf den Weg. Seine Einladung lautet immer wieder: „Geht auch ihr in meinen Weinberg!“
Darin liege eine wichtige Botschaft für das Leben als Christinnen und Christen: „Das Reich Gottes braucht offenbar Menschen, die sich rufen lassen.“ Es gehe darum, sich in den Dienst nehmen zu lassen und aufmerksam zu fragen: „Wo werde ich gebraucht? Wo kann ich etwas beitragen? Wo kann durch mich etwas von Gottes Güte sichtbar werden?“
Dabei müsse nicht immer etwas Großes geschehen. Vielmehr seien es oft die vielen kleinen Beiträge, die etwas in Bewegung bringen: „Jeder Einsatz bringt etwas.“ Ein Besuch, ein Gebet, eine Probe, eine gute Idee, eine Spende oder ein persönliches Gespräch – all das könne Spuren hinterlassen.
„Wir sehen vielleicht nicht immer sofort, was daraus wächst“, so Kaplan Jakob. „Manches säen wir, was andere einmal ernten werden.“ Gerade darin liege eine Ermutigung, sich einzubringen und darauf zu vertrauen, dass auch das scheinbar Kleine Bedeutung haben kann.
Eine Ahnung davon, dass Gott da ist
Zum Abschluss richtete Kaplan Jakob den Blick noch einmal auf seine eigene Aufgabe als Priester. „Das wollte ich in diesen drei Jahren als Priester versuchen: Menschen etwas von dieser Erfahrung des Heils zu schenken.“ Es gehe darum, den Menschen eine Ahnung davon zu vermitteln, „dass Gott da ist. Dass er Menschen sucht. Dass er vergibt, trägt und Leben schenkt.“
Der Gottesdienst wurde so zu einem dankbaren Rückblick auf drei gemeinsame Jahre – und zugleich zu einer Ermutigung, den eigenen Platz im „Weinberg“ Gottes zu suchen und mit den persönlichen Gaben und Möglichkeiten zum gemeinsamen Leben in der Gemeinde beizutragen.
Fotos: Gerhard Scopoli
Bericht: Instagram Bericht von Jakob Geier mit KI-Überarbeitung