Im Anschluss an die Festmesse zog die traditionelle Fronleichnamsprozession, begleitet von der Stadtmusik Bludenz, durch die Innenstadt. Der Prozessionsweg führte über die Spitalgasse und die Werdenbergerstraße bis vor das Franziskanerkloster. Dort wurde der feierliche Schlusssegen gespendet. Mit dem Allerheiligsten wurde der Segen Gottes sichtbar durch die Stadt getragen – ein Zeichen der Nähe Gottes zu den Menschen und ihrem Alltag.
An der Prozession beteiligten sich zahlreiche Gruppen und Vereine der Stadt. Die Prozessionsordnung umfasste das Kreuz mit den Ministranten, die Stadtmusik Bludenz, die Feuerwehr Bludenz mit der Jungfeuerwehr, den Kolpingverein, die Trachtengruppe Bludenz, die Erstkommunionkinder beider Stadtpfarren, die Ministrantinnen und Ministranten, die Lektorinnen und Lektoren mit dem Evangeliar, den Himmel mit dem Allerheiligsten, sowie, politischen Vertretungen der Stadt Bludenz und der versammelten Gottesdienstgemeinde.
In seiner Predigt hob Kaplan Jakob Geier die besondere Bedeutung der Fronleichnamsprozession hervor: „Dass wir mit dem Allerheiligsten durch unsere Straßen ziehen, ist ein wortloses, aber öffentliches Glaubensbekenntnis.“ Dabei verwies er auf den Theologen Karl Rahner, der betonte, dass jede Prozession auch jene segnet, die am Rand stehen und nicht mitgehen. Sie sei niemals ausschließend, sondern immer integrierend.
Weiter führte Kaplan Jakob Geier aus: „Wer zuschaut, wer neugierig wird, wer Abstand hält oder vielleicht schon lange keinen Platz mehr in der Kirche gefunden hat, gehört dennoch in den Horizont dieses Segens. Die Prozession lädt ein, mitzugehen. Sie macht sichtbar, dass Gottes Nähe niemandem vorenthalten wird.“
So wurde Fronleichnam in Bludenz einmal mehr zu einem sichtbaren Zeichen gelebten Glaubens, der die Menschen zusammenführt und Gottes Segen in die Mitte der Stadt trägt.
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Das geplante anschließende Klosterfest musste aufgrund der unsicheren Wetterlage abgesagt werden, erhofft aber einen neuen Versuch im Jahr 2027.
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Impressionen von Fronleichnam:
Bericht und Fotos: Thomas Folie