
Das Hochfest Fronleichnam wurde am 7. Juni 2026 in Bürs in der festlich geschmückten Friedenskirche feierlich begangen.
Die Festmesse wurde von Pater Guido Kobiec zelebriert. Traditionell wurde sowohl die Messe als auch die anschließende Prozession von der Harmoniemusik Bürs wunderschön musikalisch begleitet. Eine weitere gelebte und schöne Tradition war die Anwesenheit der Feuerwehr sowie der Trachtenfrauen bei der Festmesse und ihre Teilnahme an der Prozession.
Im Evangelium zum Fronleichnamstag nach Johannes (6,51–58) spricht Jesus zu den Menschen:
„Mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank; wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.“
Das Allerheiligste Altarsakrament, der Leib Christi – der Mittelpunkt der Verehrung an Fronleichnam –, wurde während der Prozession würdevoll und andächtig in der Monstranz durch die Straßen von Bürs getragen, begleitet von der Mutter Gottes und allen Anwesenden. Jesus selbst ist mitten unter uns gegenwärtig: wirklich, wahrhaftig und dauerhaft – und wir sind gemeinsam mit ihm auf dem Weg.
Bei den drei liebevoll geschmückten Altären wurde jeweils ein Evangelium verlesen, gebetet, gesungen sowie der Segen Gottes für den Ort und seine Bewohnerinnen und Bewohner erteilt. So erstreckt sich der Segen dieses Tages über das ganze Dorf und all seine Menschen.
Pater Guido erklärte in der Predigt, dass „Prozession“ vom lateinischen Wort „procedere“ stammt und so viel bedeutet wie „vorwärts gehen“ – dem Leben dadurch neuen Raum geben, ein Ziel vor Augen haben und unser letztes Ziel bei Gott nie aus den Augen verlieren.
Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie allen Beteiligten, die dieses Fest wieder zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.
Angelika Stutz