
Carlo Acutis – ein Heiliger unserer Zeit
Carlo Acutis war ein ganz normaler italienischer Junge, geboren am 3. Mai 1991 in London und verstorben am 12. Oktober 2006 in Monza (Italien) an Leukämie. Am 10. Oktober 2020 wurde er in Assisi seliggesprochen, wo sein Leichnam heute in einem gläsernen Schrein ruht. Am 7. September 2025 wurde er in einem Gottesdienst auf dem Petersplatz von Papst Leo XIV. heiliggesprochen.
Carlo liebte Fußball, Computerspiele und Computer im Allgemeinen. Vor allem aber liebte er Jesus. Bereits als kleines Kind wollte er so oft wie möglich die Heilige Messe besuchen und täglich den Rosenkranz beten. In seiner Freizeit besuchte er heimlich Obdachlose und Bedürftige, die er mit seinem Taschengeld sowie mit Essensspenden unterstützte. Außerdem kümmerte er sich fürsorglich um Klassenkameraden aus schwierigen Verhältnissen.
Die Eucharistie war für ihn etwas ganz Besonderes. Er sagte einmal: „Die heilige Eucharistie ist meine Autobahn in den Himmel.“ Ebenso bekannte Carlo: „Alle Menschen werden als Originale geboren, aber viele sterben als Kopien.“
Eine Autobahn als Bild für unseren Lebensweg
Diese beiden Aussagen griff Mladen Milić in seiner Predigt auf und verglich die „Autobahn in den Himmel“ mit unserem Lebensweg.
Wie auf einer richtigen Autobahn gibt es auch im Leben unterschiedliche Situationen: Manchmal brauchen wir Orientierung wie bei einem Navigationsgerät, manchmal begegnen uns Baustellen oder Umwege. Es gibt Staus, in denen unsere Geduld auf die Probe gestellt wird, und Raststätten, an denen wir neue Kraft schöpfen können. Für Carlo war die Eucharistie eine solche Kraftquelle auf seinem Weg zu Gott.
Eine wichtige Botschaft der Predigt lautete: Auf unserem Lebensweg sind wir nicht allein unterwegs.
Glaube lebt von Gemeinschaft, gegenseitiger Unterstützung und Menschen, die füreinander da sind.
Auch Carlos Gedanke vom „Original“ wurde mit dem Evangelium verbunden: Jeder Mensch ist nach Gottes Bild geschaffen, einzigartig und wertvoll. Diese Einzigartigkeit gilt es zu bewahren. Wir müssen nicht so sein wie alle anderen, sondern dürfen unsere eigenen Begabungen entdecken und für andere einsetzen.
„Sei ein Original!“ – diese Botschaft des jungen Heiligen begleitete die Gottesdienstbesucher durch die Feier.
15 Ministranten liefen für den guten Zweck
Dass Glaube nicht nur aus Worten besteht, sondern auch ganz konkret in Bewegung kommen kann, zeigten die Ministrantinnen und Ministranten im Anschluss an den Gottesdienst.
15 Kinder und Jugendliche beteiligten sich am Ministrantenlauf und sammelten mit ihren gelaufenen Runden Spenden für die Missio-Jugendaktion. Damit setzten sie am Weltmissionssonntag ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Menschen, die unsere Unterstützung benötigen.
Auch das Wetter spielte erfreulicherweise mit: Der Regen blieb aus und die jungen Läuferinnen und Läufer konnten ihre Runden bei trockenen Bedingungen absolvieren.
Ein weiterer schöner Erfolg war der Verkauf der Missio-Pralinen. Dank der großen Unterstützung der Gottesdienstbesucher konnten sämtliche Pralinen verkauft werden!
Kirche lebt vom Miteinander
Ein besonderer Dank gilt dem Kinderliturgieteam, das mit viel Kreativität, Engagement und Liebe zum Detail den Familiengottesdienst vorbereitet und gestaltet hat. Mit seiner monatlichen Heiligenreihe schafft das Team immer wieder neue Zugänge zum Glauben – besonders für Kinder und Familien.
Ebenso danken wir Tanja und Fabienne für die musikalische Gestaltung, allen Ministrantinnen und Ministranten, den Helferinnen und Helfern sowie allen, die durch ihre Teilnahme und Unterstützung zum Gelingen dieses Vormittags beigetragen haben.
Der Familiengottesdienst und der anschließende Ministrantenlauf haben eindrucksvoll gezeigt, was möglich wird, wenn Menschen ihre unterschiedlichen Talente einbringen, miteinander feiern und gemeinsam etwas Gutes tun.
Glaube, der verbindet. Glaube, der bewegt.
Und ganz im Sinne des heiligen Carlo Acutis: Sei ein Original!
Angelika Stutz - Mladen Milic