
Am Sonntag, dem 20. September 2026, wurde in Bürs das Erntedankfest gefeiert. Zelebrant der Messe war unser Kaplan Jakob. Einen Ohrenschmaus erster Klasse bescherten die Freizeitlosen mit ihren berührenden Klängen. Das Kinderliturgieteam, die Trachtenfrauen, die Bäuerinnen und die Landjugend Oberland übernahmen dankenswerterweise die Organisation dieser ganz besonderen Feier. Sowohl die Kirche als auch der Vorplatz wurden vom Organisationsteam mit viel Liebe zum Detail wundervoll geschmückt. Die Messe stand ganz im Zeichen des Dankes für eine gute Ernte, die in diesem Jahr keineswegs selbstverständlich war. Es wurde jedoch nicht nur für die Ernte gedankt, sondern für vieles, was wir im Alltag als selbstverständlich ansehen. Ein herzliches Dankeschön gilt den Menschen, die durch ihre harte Arbeit im Frühling säen, im Sommer pflegen und im Herbst ernten und damit dafür Sorge tragen, dass alle genug zu essen haben. Danke auch unserem Gott, der durch Sonne und Regen jedes Wachstum überhaupt erst möglich macht. Passend zum Erntedankfest erzählte das Sonntagsevangelium das Gleichnis vom Sämann (Mt 13,1-9). Erntedank bedeutet auch, sorgsam mit der Natur und ihren Ressourcen umzugehen. So handelte auch die heilige Notburga, über die wir während der Messe Interessantes erfahren durften. Die heilige Notburga, Patronin unter anderem der Dienstmägde, der Bauern und der Trachtenträger, arbeitete als einfache Magd auf Schloss Rottenburg. Die übrig gebliebenen Speisen der Burg verteilte sie regelmäßig an Arme und Bedürftige. Außerdem kümmerte sie sich selbstlos um Kranke und Menschen mit Behinderungen. Als sie eines Tages erneut Essensreste zu den Bedürftigen bringen wollte, wurde sie von ihrem Dienstherrn aufgehalten, der glaubte, sie stehle Lebensmittel. Er fragte sie, was sie in ihrer Schürze trage. Notburga antwortete rasch: „Nur Holzspäne.“ Als der Dienstherr nachsah, befanden sich tatsächlich nur Holzspäne darin. Dies war nicht das einzige Wunder, das der heiligen Notburga zugeschrieben wird. Nach der Messe waren alle zum Frühschoppen mit den Freizeitlosen eingeladen. Für das leibliche Wohl sorgten wiederum die Trachtenfrauen, die Bäuerinnen und die Landjugend Oberland. Der gesamte Erlös kam dem kleinen Luca zugute, der sich sehr über einen neuen Rollstuhl freuen würde. Ein herzliches Vergelt's Gott an alle Mitwirkenden!
Angelika Stutz